System – Monitoring

Demnächst an dieser Stelle:

„Icinga2 unter WSL und Windows 2019 Server.“

 

Was ist System-Monitoring?

System-Monitoring ist einfach gesagt eine Überwachung der IT-Systeme eines Rechenzentrums (RZ) oder einer verteilten Infrastruktur.

Gerade durch die immer komplexer werdenden Strukturen (durch Einbindung dezentraler Strukturen wie „Cloud“ Services usw.) benötigt man für die Übersicht über den Zustand eines Gesamtsystems einen Ansatz, diese zu überwachen und dem dafür Verantwortlichen (bzw. den Verantwortlichen) eine zentrale Übersicht über aktuelle Probleme zu bieten.

Im Prinzip handelt es sich um Software, die die aktuellen Zustände (z.B. Speicherverbrauch, CPU-Last, freier Festplattenspeicher, etc.pp) einer IT-Infrastruktur einsammelt (bzw. einsammeln lässt) und mehr oder weniger übersichtlich darstellt, ggf. proaktiv Benachrichtigungen verschickt, automatische Fehlerbehebung versucht usw.

Es gibt verschiedenste Lösungen, manche basieren auf der gleichen ursprünglichen Basis, manche sind kommerziell, viele Community bezogen, und OpenSource (OS). Wie immer gilt der Satz, das es DAS beste System nicht gibt, sondern allenfalls das beste System für die zu überwachende Aufgabe 🙂 .
Meine persönlichen Erfahrungen beginnen mit der Software Netsaint um das Jahr 1998 herum. Im Prinzip habe ich dessen Weiterentwicklungen „begleitet“ und habe dann auch die größere Abzweigung „genommen“. Netsaint wurde Anfang der 2000er zu Nagios und Nagios wiederum bekam einen abgezweigten („geforkten“) Bruder namens Icinga (2009).

Eine kleine „geschichtliche“ Abhandlung

Das System Netsaint/Nagios war/ist OS und gilt als Urvater des System-Monitorings, wobei der Hauptentwickler irgendwann als zweiten Strang quasi eine closed Variante entwickelte um diese zu vermarkten (was sein gutes Recht ist). Da es irgendwann sehr lange dauerte bis aktuelle Entwicklungen im OS Projekt landeten (bzw. teilweise Features und Wünsche gar nicht eingebaut wurden), entschlossen sich einige der sehr aktiven Entwickler die Software zu forken. D.h. es wurde zu einem Zeitpunkt der offene Teil der Software als Basis für eine eigene Weiterentwicklung gesetzt. Zunächst war Icinga tatsächlich voll kompatibel zu Nagios, d.h. man konnte die Konfiguration 1:1 entweder mit Nagios oder Icinga benutzen.
Im Jahr 2014 erschien dann Icinga2, welches eine komplette Neuentwicklung ist und damit eigentlich alle Wurzeln zu Nagios kappt. D.h. das es sich dabei um ein anderes Produkt handelt.

Neben diesen beiden Produkten gibt es noch einige Namen, die ebenso Nagios/Icinga als Basis haben, darauf aber eine eigene kommerzielle Lösung aufgebaut haben (z.B. Opsview , OP5 ). D.h. die Software besteht aus einem Teil OS und einem Teil closed-Software. Es gibt selbstverständlich auch noch System-Monitoring Lösungen ganz anderen Ansatzes von den „Big“ Playern der IT, wie HP (Operations Manager), Microsoft (SCOM) usw.

Icinga2 incl. Icingaweb2 und Icinga Director Klonen

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